Pediküre
Die allgemeine Fußpflege, die auch Pediküre genannt wird, beginnt mit dem Kürzen der Nägel an den Zehen und dem Entfernen der Hornhaut und etwaigen Schwielen an den Füßen und beinhaltet kein Fußbad. Soll die kosmetische Fußpflege umfangreicher sein, wird zu Anfang ein Fußbad von rund 15 Minuten in warmem Wasser gemacht.
Von großer Wichtigkeit ist, dass keine Seifenprodukte eingebracht werden, da die alkalihaltigen Reinigungsmittel den Säureschutzmantel der Haut erheblich beeinträchtigen und sogar zerstören können. Je nach Bedarf können aber andere Badezusätze bei der Pediküre Verwendung finden. Häufig angewendet werden Kräuterzusätze, die auf die verschiedenen Beschwerden abgestimmt sind.Kamille hat beispielsweise eine heilende Wirkung und Minze entwickelt eine wohltuende Wirkung bei sehr trockener Haut. Gerne werden auch Seesalz oder Erfrischungszusätze beigegeben. Im Anschluss werden vorhandene Hühneraugen und die Hornhaut entfernt. Wichtig ist, dass auch das Häutchen über dem Zehennagel vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen zurückgeschoben wird. Dann folgt das Feilen und Polieren der Zehennägel.
Nach dem Bad kann als nächster Schritt der umfassenderen Pediküre, wie sie zu Hause, im Kosmetikinstitut oder bei einer professionellen Fußpflegerin gemacht wird, auch ein reinigendes Peeling mit einer Mischung aus Schleifprodukten und Pflegeprodukten erfolgen. Nach dem Entfernen der Hautschüppchen werden die Füße dann gut abgetrocknet und mit einer revitalisierenden Crememaske behandelt. Dazu wird das Produkt großzügig über die gesamte Haut im Fußbereich verteilt und mit Frotteetüchern abgedeckt. Nach der entspannenden Phase der Einwirkzeit sollten die Füße mit einer pflegenden Lotion massiert werden. Wenn gewünscht, kann nun noch ein Lackieren der Zehennägel erfolgen. Wie bei der Maniküre werden die Nägel erst wieder von Fett befreit, bevor der farbige Lack in mehreren Schichten aufgetragen wird.
Auch die Fußnägel können nach der Pediküre, wie die Fingernägel nach der Maniküre, mit den verschiedenen Modellagesystemen des Nageldesign bearbeitet werden. Die Nagelmodellistin hat hier vielfältige Möglichkeiten, entstandene oder angeborene Fehlbildungen auszugleichen und optisch zu korrigieren. Dazu können die Nägel mit farblosem Gel oder solchen in modernen Trendfarben verstärkt werden. Üblich ist das Formen der Nagelspitze mit weißem oder farbigem Gel im Frenchlook, der sich in seiner großen Beliebtheit an den Fingernägeln nun auch an den Füßen fortsetzt. Die Zehnagelmodellage ermöglicht es zudem, vermeintlich unattraktiven Zehnägeln ein angenehmes und gepflegtes Aussehen zu verleihen. Fußnägel haben von Natur aus ein wesentlich langsameres Wachstum als Fingernägel. Daher ist eine Nachbehandlung oft erst nach acht Wochen notwendig. Die von Nageldesignern auf Zehennägeln angefertigten Modellagen sind nicht nur was die Nailart betrifft äußerst vielfältig. Unschöne Problemnägel können Dank ihr in eine ansprechende Form gebracht und eingewachsene Nägel optisch einfach und ohne schmerzenden Aufwand korrigiert werden. Verfärbungen oder Rillen werden mit den verschiedenen Möglichkeiten der Nailart einfach überdeckt.


