Maniküre

Vor dem Nageldesign oder der Nailart steht immer eine ordentliche Maniküre. Diese beginnt in der Regel mit einer Gesamtbeurteilung der Hände und Fingernägel. Die Nageldesignerin wird feststellen, ob und inwieweit die Haut geschädigt ist und die Fingernägel erkrankt oder unnatürlich verändert sind. Diese Punkte müssen bei der Maniküre Beachtung finden. Liegt ein Pilzbefall der Nägel vor, sollte auf die Durchführung der Maniküre verzichtet werden.

Christopher Elwell

Um den Ablauf der Maniküre nicht unnötig zu unterbrechen, ist es ratsam, die benötigten Materialien und Werkzeuge vorzubereiten und zurechtzulegen. Zu den Grundwerkzeugen und Materialien, die immer gebraucht werden, zählen acetonfreier Nagellackentferner, Nagelbad, Nagelhautentferner, Nagelöl, Handcreme, Nagellack, Diverse Feilen, Rosenholzstäbchen oder Pferdefuß.

Nach der Untersuchung von Hand und Fingernagel steht als nächster Punkt die Reinigung an. Mit acetonfreiem und rückfettendem Nagellackentferner werden die Nägel gesäubert und Reste von Nagellack entfernt. Dazu wird ein Wattebausch mit Nagellackentferner getränkt und dieser von der Nagelwurzel aus in Richtung Nagelspitze geführt. Dabei erfolgen Drehbewegungen über den gesamten Nagel. Wird in umgekehrter Richtung gearbeitet, besteht die Gefahr, dass Reste des Nagellacks unter das Nagelhäutchen gelangen. Bei Bedarf wird der Nageldesigner die Watte immer wieder erneuern. Dann folgt das Kürzen der Fingernägel. Die Form der Nägel kann dabei ganz unterschiedlich sein. Welche Form für den Kunden oder die Kundin günstig ist, sollte der Nageldesigner in einem beratenden Gespräch zuvor klären. Grob vorgeformt werden die Nägel mit der Nagelschere oder Nagelzange. Eine Richtlinie für die Länge der Fingernägel ist immer der kürzeste Nagel.

Mit leichtem Druck wird die Feile von der Seite zur Mitte hin über die Nagelkante geführt. Auf keinen Fall sollten die Nägel mit der Feile zu einer extrem spitzen Form bearbeitet oder der Nagelfalz verletzt werden. Als zweiter Pflegepunkt steht ein wohltemperiertes Handbad auf dem Programm, das die Nagelhaut weich macht. Nach dem Abtrocknen und Säubern von Hand und Nägeln, wird der Nagelhautentferner aufgetragen. Nach einer kurzen Einwirkzeit kann die Nagelhaut sanft mit einem Pferdefüßchen zurückgeschoben werden. Überschüssiger Nagelhautentferner wird mit Wasser entfernt. Mit einer speziellen Polierfeile wird jetzt der Nagel auf Hochglanz gebracht und zusätzlich mit Nagelöl gepflegt. Eine Handmassage durch die Nageldesignerin wirkt durchblutungsfördernd und ist gleichzeitig entspannend. Nach dem Auftragen einer Handcreme wird eine Streichmassage durchgeführt.

Abgerundet wird die Maniküre mit dem Aufbringen von Unterlack und farbigem Nagellack sowie dekorativen Elementen. Die Farbe des Lacks für die Fingernägel sollte sich immer nach der verwendeten Kosmetik und der Kleidung der Kundin richten.

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