Nageldesignerin (HWK)
Mit dem neuen Fortbildungsangebot „Geprüfte Nageldesignerin (HWK)“ reagieren die Handwerkskammern auf den wachsenden Qualifizierungsbedarf im Bereich Gesundheit und Wellness. Schönheit, eine gepflegte Erscheinung und schöne Fingernägel gehören zu den hauptsächlichen Trends unserer Gesellschaft. Geschäfte rund um das Wohlfühlen, wozu auch die Nailart gehört, zählen zu wachsenden Marktsegmenten in Deutschland.
Die größten Berufsbildungseinrichtungen in unserem Land sind die Bildungszentren der Handwerkskammern. Diese haben sich in verschiedenen Regionen auf berufsbegleitende Fortbildungen für Berufstätige im Gesundheitshandwerk spezialisiert, wozu im weiteren Sinne auch Nageldesigner gehören. Die Bildungsangebote stehen zum Teil auch Laien offen, die Fachkenntnisse in einem bestimmten Bereich haben.Der Fortbildungslehrgang zum geprüften Nail-Designer dauert insgesamt sieben Tage. Er bietet sich besonders für Friseure und Kosmetikerinnen an und wurde inhaltlich mit dem Bundesverband deutscher Nail Designer erarbeitet. Das Konzept des Seminars rund um die Fingernägel umfasst 48 Lehrgansstunden und teilt sich in Theorie und Praxis. Intensiv erarbeitet werden die Bereiche Gesundheit, darin unter anderen auch die Bereiche Anatomie, Erkrankungen der Haut und Hygiene sowie die kosmetischen Techniken, die sich mit der Nagelverlängerung und der Nagelreparatur beschäftigen. Des Weiteren gehören Materialkunde und Betriebswirtschaft zur Ausbildung.
Beherrschen sollten geprüfte Nageldesigner mindestens sämtliche Techniken der Nagelmodellage. Folgende Themen und Grundlagen gehören zum Ausbildungsstandard: Anatomie und Dermatologie bezüglich des Nagelaufbaus, Grundlagen der Fingernagelkosmetik, Handmassagen, Pflege von Haut und Hand, Pflege des Naturnagels, Erkennen von Krankheiten, Techniken der Fingernagelmodellage, Refill und Tip, Systeme künstlicher Fingernägel, Verstärkung und Reparatur, Produktkenntnisse, Hygieneregeln, richtige Führung des Beratungsgespräches sowie des Verkaufsgespräches, der richtige Umgang mit Kunden, insbesondere im Falle einer Reklamation der Fingernägel, Geschäftsführung.
Ein fundiertes Fachwissen und ein von praktischer Geschicklichkeit geprägtes Können um Fingernägel sind die besten Voraussetzungen für den späteren Erfolg im Beruf der Nailart. Ausbildungsstellen für Nageldesigner vermitteln diese für die angestrebte Tätigkeit wichtigen Komponenten. Im eigenen Interesse sollten ausschließlich Ausbildungsinstitute aufgesucht werden, die auf hohem Niveau ausbilden. Wird ein Lehrgang im Bereich Nailart nach Bestehen der theoretischen und praktischen Prüfung erfolgreich abgeschlossen, erhält der Teilnehmer ein Abschlusszertifikat, darf sich mit einer solchen Ausbildung aber noch nicht geprüfter Nageldesigner oder geprüfte Nageldesignerin nennen, hierzu ist eine Prüfung vor der Handwerkskammer nämlich zwingend erforderlich. Jedem, der sein Geld in der Nailart-Branche verdienen möchte, ist zu raten sich weiter zu qualifizieren. Mit der erfolgreich abgelegten Prüfung vor der Handwerkskammer erhält der Prüfling ein Zertifikat, das ihn berechtigt, sich als geprüfter Nageldesigner bzw. geprüfte Naildesignerin zu bezeichnen.
Geprüfter Nageldesigner / Geprüfte Naildesignerin


